Fliegenbinden – Dubbing in 10 Schritten – Teil 5

DUBBING MISCHEN

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Haben wir uns alle nicht schon mal gewundert, warum die Körperbeschaffenheit der nachgebundene Fliege nicht im entferntesten der Bindevorlage in Beiträgen und Magazinen on- und offline gleicht. Ärgerlicher noch, verzweifelt nach der exakten Farbe in all den kleinen Dubbingbeuteln in unseren Materialschubladen gesucht. Des Rätsels Lösung findet sich im Mischen von Dubbingmaterialien unterschiedlicher Beschaffenheit und Farbtönen. Dennis Shaw zeigt uns in dieser Folge der Dubbing Anleitung, wie man in simplen Schritten exakt die Nuancierung bei Farb- und Gewebezusammensetzung erzielt.

Dubbing mischen ist ein hilfreiches Verfahren um Material, dass gelegentlich zu grob für den Aufbau schlanker Fliegenkörper sein kann, besondere Verarbeitungsqualität zu verleihen. Durch den Zusatz bestimmter Felle als ‚Bindemittel‘ z.B. Kaninchen gelingt es, mühsam zu verarbeitendes Material wie Seehundfell mit Textur zu versehen, die den Aufbau eines schlanken, zugleich diffusen Fliegenkörpers erleichtern.

Zum Mischen von Dubbing gibt es unterschiedliche Methoden. Sehr große Mengen an Dubbing werden am Besten, mit ein wenig warmen Wasser untergemengt in einem Saftmixer vermischt. Die meisten von uns mischen jedoch kleine Mengen. Für ganz kleine Quantitäten z.B. ein halbes Dutzend Fliegen reicht es aus, das Dubbing in der Hand zu vermischen. Zur Handmischung werden natürliche oder synthetische Fibern in der Hand gerollt und vermischt, bis sich der erwünschte Farbton oder Textur einstellt.

In dieser Abbildung wird rotes, gelbes und natürliches Seehundfell vermischt.

HandblendDie Fibern werden zwischen den Fingern vermengt und dabei mehrmals auseinander gerupft und wieder vermischt.

Handblend-1Innerhalb kürzester Zeit erhält man eine schöne Dubbingmischung, bereit zur Verwendung.

Handblend-2Für größere Mengen ist eine elektrische Kaffeebohnenmühle ein ausgezeichnetes Hilfsmittel. Man kann sich keinen besseren Dubbingmischer wünschen.

Grinder

Kaffeebohnenmühlen schneiden Dubbing jedoch nicht. Ist das Ausgangsmaterial zu langfasrig, muss man es vor dem Mischen zerreißen oder -schneiden.

In der Abbildung sieht man dieselben Seehundfelldubbingfarben, die zuvor zwischen den Fingern vermischt wurden.

Grinder-1Deckel drauf, Knopf drücken und los geht’s.

Grinder-2Das Material vermengt sich in Sekunden zu einer klasse Farbmischung…Grinder-3

Grinder-4… und wurde zum Binden dieser Fliege benutzt.

Example-Fly-5Nun wird der Originalmischung etwas Hasenfell und Flash-Brite beigemengt.

Grinder-5Was kommt dabei raus?

Grinder-6Das Dubbing für eine lebendig erscheinende Nymphe.

Example-Fly-9Jetzt vermengen wir eine Reihe an Farben aus ein und demselben Material.

Grinder-7Auf Knopfdruck…

Grinder-8…erhalten wir die Farbmischung für untenstehende Fliege.

Example-Fly-7Zuletzt mischen wir unterschiedliche, natürliche Materialien – in diesem Fall das Unterfell der Bisamratte (Muskrat) und grob zerkleinertes CDC.

Grinder-9Nach einigen Umdrehungen…

Grinder-10…entsteht dieses herrliche Material, aus dem jene Fliege gebunden wurde.

Example-Fly-6Dennis Shaw könnte noch unzählige Möglichkeiten aufzeigen. Fürs erste soll diese Anleitung aber ausreichen, Eurer Fantasie freien Lauf zu lassen.

Im nächsten Teil der Serie, stellt sich Dennis die Frage ob es wirklich nötig ist Bindewachs zu verwenden und warum es vorteilhaft sein kann darauf zu verzichten.

Fliegenbinden – Dubbing in 12 Schritten – Teil 1
Fliegenbinden – Dubbing in 12 Schritten – Teil 2
Fliegenbinden – Dubbing in 12 Schritten – Teil 3
Fliegenbinden – Dubbing in 12 Schritten – Teil 4

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