Praxis

“There are a lot of advantages to being self-taught. Quality of instruction is not one of them.” – Ted Leeson

Mit zunehmender Popularität von Fliegenfischen seit den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts, verfeinerten sich auch die unterschiedlichsten Techniken um auf Forelle & Äsche erfolgreich zu fischen.

Scharfe Trennlinien der Vergangenheit – Trockenfliegen Puritanismus vs. Nymphen Häresie – wurden allmählich ausgehöhlt. Vermeintlich unveränderbar geglaubte Wahrheiten konnten dem Geist der Moderne nicht mehr länger erfolgreich die Stirn bieten. Intoleranz gegenüber anderen Formen erfolgreicher Fischwaid, wich langsam der Einsicht, dass Freude und Erfolg beim Fischen sich schließlich auch dadurch definiert, im entscheidenden Moment die richtige Taktik zum Fang auszuwählen.

Auch im Grabenkampf zwischen Trocken- und Nassfliegenfischerei muss der allgemeinen Medialisierung während der Mitte des 20. Jahrhunderts, ein besonderes Maß an Bedeutung zugemessen werden. Reiseberichte und Erfahrungen aus dem nahen Ausland sowie Übersee, trugen das ihre dazu bei importierte Taktiken in heimischen Gefilden zu erproben, anzunehmen und zu erweitern.

Gewiss ist der visuelle Aspekt beim Trockenfliegenfischen entscheidend, um unvergessliche Momente in unserer bildhaften Erinnerung zu verankern. In Situationen aber, in denen unsere Beute Oberflächennahrung verschmäht, ist der stramme Zug in der Schnur ein Ereignis, welches dankbar entgegen genommen wird und ähnlich erinnerungswürdige Sekundenbruchteile in unserem Gehirn hinterlässt.

Dem heutigen Fliegenfischer stehen so viele unterschiedliche Techniken simultan zur Verfügung wie noch nie zuvor. Hybridisierungen aus Trocken- und Nassfliegenfischerei, Steh-und Fließgewässer, Praktiken und Methoden adaptiert aus der Spinn-und Grundfischerei; sie alle haben dazu beigetragen, dass modernes Fliegenfischen sich meilenweit entfernt befindet , von den Standards von vor einhundert Jahren.

Ob man sich für jede existierende Praktik interessiert die potentiell Forelle & Äsche im Kescher landen lässt ist äußerst situationsbedingt und letztendlich individuell bestimmt. Viele unter uns entscheiden sich in ihrer Entwicklung zum versierten Fliegenfischer früher oder später dazu, das eigene Können zu testen und sich selbst neue Herausforderungen zu stellen.

Verfügbare Mobilität verschlägt den modernen Fliegenfischer an vielzählige und unterschiedlichste Gewässertypen. Um in diesen Momenten die geeignetste Auswahl aus dem riesigen Repertoire an vorhandenen Praktiken zu treffen, erfordert erfolgreiches Fischen das taktische Wissen um richtige Ausrüstung und Zusammensetzung, sowie technischem Einsatz von Endtackle. Letzterem ist dabei besonders viel Aufmerksamkeit zu schenken, da Präsentation häufig über Fliegenwahl zu reihen ist. Das analytische Vermögen Wasserstrukturen richtig zu interpretieren, die Fähigkeit sich angemessen im und am Wasser zu bewegen, sowie die Eigenheit reflektiert die passende Methode aus dem riesigen Arsenal an Methoden und Praktiken auszuwählen, sind die Komponenten die von Laien gerne als Glück bezeichnet werden.

Auf diesen Seiten möchte ich unterschiedlichste effiziente Methoden in Erinnerung rufen, die uns Fliegenfischer dabei unterstützen, bewusst die richtige Wahl zu treffen, um uns unvergessliche Momente am Wasser zu bescheren.

Mit Wissbegierde und Beharrlichkeit, nicht mit Glück, fangen wir Fische!

Ahr, Rheinland-Pfalz © Tobias vor der Brüggen

Ahr, Rheinland-Pfalz © Tobias vor der Brüggen

Erprobte Methoden zum Fang von Forelle & Äsche gibt es in der unteren Menüleiste zu entdecken. Klickt  auf die Kategorie ‚Tipps‚.

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