Unwort des jungen Jahrhunderts: Terrorismus

Mit dem Anschlag auf das World Trade Center im September 2011 hat sich alles verändert. Am meisten der inflationäre Gebrauch des Wortes Terrorismus, zur Legitimation eigener Gewaltanwendungen gegen tatsächliche oder vermeintliche Gegner der eigenen Interessen. Denke ich zurück an frühe terroristische Ereignisse meiner Lebzeit – RAF, Bombenattentat auf das Oktoberfest, Anschlag von Bologna und in Wien-Schwechat, IRA Anschlag Manchester – so entsprachen alle Attentate den geläufigen Definitionen. Dass “Terrorismus die Erzeugung von Schrecken“ (Pehlivan) bedeutet, dass “Terrorismus der nachhaltige und verdeckt operierende Kampf auf allen Ebenen durch die bewusste Erzeugung von Angst durch schwerwiegende Gewalt…“ (Bockstette) sei. [Read more…]

Megan Boyd: Kiss The Water – exzentrische Fliegenbinderin des englischen Königshauses

Es begann mit einem Nachruf in der New York Times. Filmemacher Eric Steel, der zuvor noch nie fliegenfischte, eine Kunstfliege sah oder Schottland besuchte, fühlte sich gefesselt von der Würdigung einer 86-jährigen Frau. Megan Boyd, zurückgezogen in Sutherland beheimatet, Lieferantin von Lachsfliegen für das königliche Haus, Exponate ihrer Kreationen im American Museum of Flyfishing, hauchte am 15. November 2001 ihren letzten Atemzug. Für Steel begann kurz danach die Faszination mit einer außergewöhnlichen Lebensgeschichte, deren filmische Verarbeitung ihm 2013 glühende Huldigungen einbringen soll. [Read more…]

Neues Jahr, neue Vorsätze: Bin am Meer – Udo Schroeter

Als ich auf ‚Bin am Meer‘ aufmerksam wurde, war ich skeptisch aufgrund der Zuordnung des Titels in folgenden Rubriken eines Buchhändlers: Gesundheit – Lebensführung – Stressbewältigung. Mein ‚interner Geschichtenerzähler‘, wie Udo Schroeter diese eine Stimme in mir bezeichnen würde, dieser Flüsterer der mir oft gut gemeinte, letztendlich jedoch gegen meinen Instinkt gerichtete Ratschläge in mein Bewusstsein stempelt, ordnete ‚Bin am Meer‘ ohne Verzug unter esoterischen Hokuspokus ein. Zurecht vielleicht, quillt doch der Markt an Lebensratgebern über. Diese schreien laut nach meiner Aufmerksamkeit: wie ich effektiver arbeiten und mehr Geld verdienen kann, noch bessere Freunde in mein Umfeld hole, um mich auf die lebensgestalterische Überholspur zu lenken. Und doch fand ich die Gestaltung des Buchumschlags und die Tatsache, dass ‚Bin am Meer‘ von einer Woche Meerforellenfischen handelt, attraktiv genug um meinen ‚Einflüsterer‘ eine Absage zu erteilen. Probieren geht über studieren!   [Read more…]

Weihnachtszeit – in sich kehr Zeit: Low & Clear

Fragen zu Glück und Lebenserfüllung, sowie Erinnerungen an verstorbene und verschollene Freunde drängen sich besonders kurz vor dem Jahreswechsel auf. Beschliesst man erst, mit den wichtigen Freunden der Jugend wieder in Kontakt zu treten, sickert nach dem lang ersehnten Wiedertreffen Ernüchterung durch, wie in dem Verhältnis zwischen den Hauptdarstellern in Low & Clear. [Read more…]

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