Weithin gilt die Regel: Große Fliegen = große Fische. Unbestritten animieren Streamers Forellen eher dazu, aktiv die vermeintliche Beute zu verfolgen. Ohne Zweifel muss es sich für Forellen auch lohnen, sich in die Strömung zu stellen und die nächste Proteinbombe in Form einer großen Maifliege abzufangen. Gleichzeitig steht es außer Frage, dass ein winziges, am Maul vorbeitreibendes Häppchen keineswegs ignoriert wird. Vorausgesetzt: lebendig und gleichzeitig leicht zu erbeuten muss es wirken. Kein Fliegentyp verkörpert diese Eigenschaften mehr, als die ungeflügelten Nassfliegen die in England als North Country Spiders bekannt sind.
Soft-Hackle Flies
Dort sind sie noch immer allgegenwärtig – sie tauchen sogar auf der anderen Seite des Atlantiks in Form von „Soft-Hackled-Flies“ auf. Das dem so ist, verdanken sie dem amerikanischen Fliegenfischer Sylvester Nemes. Der war im 2. Weltkrieg in England stationiert. Nach seiner Teilnahme am D-Day und der späteren Rückkehr nach England, verbrachte er häufig Zeit zum Fliegenfischen in Nordengland. So schloss sich für ihn der Kreis mit den in den USA relativ unbekannten Spider-Mustern. In der Zwischenzeit war er von diesen Mustern so fasziniert, dass er 1975, zu einer Zeit als in den USA Trockenfliege die dominante Form der künstlichen Fliegen darstellten, The Soft-Hackled Fly veröffentlichte. In dem Buch widmet er sich einzig der Nassfliegenfischerei mit North-Country-Spiders.

Doch lassen wir den Nordengländer Matt Eastham zu Wort kommen, der dem Zauber dieser spärlich mit Federn von Wildvögeln behechelten Fliegentyp vermutlich nicht mehr verfallen ist als ich.
Matt Eastham – North Country Spiders
Ihren Ursprung haben die vor über 170 Jahren in den nördlichen Grafschaften Lancashire, Cumberland und vor allem Yorkshire, wo Pionierangler der Zeit den Weg für die frühen Methoden der Flussfischerei ebneten. Diese frühen Fliegen haben sich in England nur wenig weiterentwickelt und der charakteristische, spärliche Stil hat bis heute überlebt. Es ist dennoch erstaunlich, wie oft wir schlechte Imitationen mit pummeligen Körpern und zu dichter Behechelung sehen, die als traditionelle Spiders ausgegeben werden.
Ich halte es für eine lohnende Aufgabe, zu versuchen, diese klassischen Muster mehr oder weniger in ihrer ursprünglichen Form zu erhalten. Ich habe das Binden unserer lokalen Muster vom beliebten – und inzwischen leider verstorbenen – Angler Eric Sayers gelernt, und ich betrachte es als meine Pflicht, das Feuer sozusagen am Brennen zu halten. Während der kürzlich beendeten Schonzeit vertrieb ich mir die Langeweile, indem ich eine Reihe von Mustern aus dem Norden des Landes so nachstellte, wie sie meiner Meinung nach gebunden werden sollten. Den Anfang macht eine aus der Mode geratene, dennoch tödliche persönliche Favoritin:
Woodcock & Hare’s Lug
Ich vermute, dass das Muster als Köcherfliegen-Imitation entwickelt wurde. Dafür verwende ich es jedenfalls. Wenn man es an einer kurzen Schnur stromaufwärts auf Forellen fischt, die sich auf Köcherfliegenpuppen stürzen, kann es absolut effektiv sein. Ich liebe diese Fliege und sie hat mir schon einige unvergessliche Momente beschert.
Haken: Mustad R50 #14
Bindeseide: Pearsalls Seide – Amber
Thorax-Dubbing: Spärliches Hasenohr
Hechel: Waldschnepfe Deckfedern

Bindetipps:
1. Ich glaube fest an die Verwendung von bronzefarbenen Haken zum Binden von Spiders. Wenn die Seide nass ist, nimmt sie eine schöne Transparenz an, die durch den Schimmer des Hakens, der von unten durchscheint, noch verstärkt wird. Die Verwendung von schwarzen Haken, wie sie heutzutage in Mode zu sein scheinen (z.B. TMC 103bl, ein hervorragender Haken, aber für den Zweck ungeeignet), erstickt den Zauber dieses Musters meiner Meinung nach.
2. Die Seide wird recht kurz eingebunden – ungefähr gegenüber der Hakenspitze.
3. Das Dubbing wird spärlich gehalten und beschränkt sich nur auf die obere Hälfte des Schenkels.
4. Binde die Hechel an der Federnspitze und nicht am Kiel ein – maximal zwei Umdrehungen reichen.
Ich hoffe, Du findest das oben Gesagte nützlich. Das ist nichts Neues – ganz im Gegenteil….., aber glaube diesem Jungen aus dem Norden Englands, dass diese Fliege (und die anderen, die ich bald posten werde) nicht nur in den Bächen und Flüssen Englands ausgezeichnete Fischfänger sind.
Heilige Dreifaltigkeit:
Frag Fliegenfischer der Region und die meisten werden sagen: Mit drei Mustern findest du dein Auskommen. Trotz möglicher anderer Vorlieben kann eine Diskussion über Spiders im Norden des Landes nicht geführt werden, ohne diese kleinen Schönheiten zu erwähnen. Beginnend mit diesem sehr bekannten Imitat einer dunklen olivfarbenen Eintagsfliege (dt. Baetis Rhodani). Du wirst kaum einen Angler in dieser Gegend finden, der nicht ein paar davon in seiner Fliegenbox hat, wenn er zu Beginn der Saison auf Forellenfang geht. Mein Vater setzt sie sogar erfolgreich auf Regenbogenforellen in Seen ein… vermutlich als Imitation einer olivgrauen Mückenart, denn in dem Gewässer, in dem er fischt, schlüpfen keine olivfarbenen Eintagsfliegen.
Waterhen Bloa
Mir ist klar, dass die Waterhen bloa heutzutage normalerweise mit einem feinen Hauch aus Maulwurfsfell am Haken gebunden wird. Vor nicht allzu vielen Jahren war es das Fell der Nutria. Aber nur ein mutiger Mann würde dies heutzutage noch verwenden und darüber sprechen. Hier in Lancashire bleibt das Muster jedoch streng genommen schmucklos und besteht nur aus zwei Materialien – Seide und Hechel. Historisch gesehen war es immer die „Light Snipe“ oder „Snipe & Yellow“, die die Nutria-Behandlung erhielt. Aber die beiden Muster sind so ähnlich, dass die Unterscheidung weitgehend irrelevant ist. Ich werde die Snipe & Yellow wahrscheinlich in einem separaten Beitrag behandeln – in Wahrheit ziehe ich sie als Fliege sogar vor, weil die Hechel der Snipe (Bekassine) etwas robuster ist als die des Waterhen (Teichhuhns). Der leicht bräunliche Farbton passt meiner Meinung nach besser zur Farbe meiner heimischen Frühlingsoliven.
Diese einfache Fliege ist ein gelungenes Beispiel für maximale Effektivität bei minimalem Aufwand, und für einen faulen Kerl wie mich ist das eine gute Nachricht!
Haken: Mustad R50 #14
Bindeseide: Pearsalls gelb
Hechel: Teichhuhn Deckfedern

Bindetipps:
1. Der vorige Hinweis zur Farbe des Hakens gilt auch hier – umso mehr, als dieses Muster auf der verführerischen, durchscheinenden oliv-bronzenen Farbe des Körpers beruht, wenn die Seide nass ist (oder gewachst, wenn du es vorziehst). Das funktioniert einfach nicht mit schwarzen Haken, also lass bitte, bitte die TMC 103bls für eine Minute beiseite, ja?
2. Die vorangegangenen Bemerkungen zur Körperlänge und zu den Hechelwindungen gelten weiterhin.
3. Die Seide sollte gelb sein und nicht blassgelb (primrose), wie es oft fälschlicherweise verwendet wird. Pedantisch, ich weiß, aber hey – dies ist mein Beitrag und ich kann so pedantisch sein, wie es mir gefällt!
Snipe & Purple
Snipe & Purple, Dark Snipe, Purple Snipe: Nenne sie, wie Du möchtest. Dies ist eine der berühmtesten unserer North Country Spiders. Ich bin mir nicht sicher, was sie genau imitieren soll; die kleinen Steinfliegenarten sind die wahrscheinlichsten Kandidaten. Wie auch immer, es besteht kein Zweifel daran, dass die Fliege sehr gut darin ist Forellen zu täuschen und ganz besonders auch Äschen.
Ich finde, dass sie am besten am Ende der Saison fischt, obwohl eine sehr kleine Version mit gewachster violetter Seide eine gute Sommerfliege ist, wenn die Fische nach kleinen Mücken aus sind.
Haken: Mustad R50 #14,16,18
Bindeseide: Pearsalls purple
Hechel: Bekassine/Snipe Deckfedern

So einfach wie möglich
Für das nächste Muster sind keine Einführungen erforderlich! Fast jeder, der schon einmal eine Fliegenrute in der Hand hatte, hat von dieser berühmten Fliege gehört und das zu Recht – sie ist ein Killer. Wie oft haben Sie diese Fliege schon in der Fliegenabteilung Ihres örtlichen Ausrüstungsgeschäfts gesehen, wo sie zusammen mit den anderen überladenen Nassfliegen mit einem furchtbaren, fetten Seidenkörper und viel zu vielen Hechelwindungen herumlag?! Oft wird sie auch mit einer Drahtrippung gebunden, was zwar von einigen Anglern aus dem Norden verteidigt wird, aber meiner Meinung nach den Charme des Grundmusters ruiniert. Also noch einmal, die Schlagworte sind – und das wiederholt sich jetzt – Schlankheit und Sparsamkeit.
Der ganze Vogel
Die Hechel wird vom Hals des Rebhuhns genommen – vorzugsweise vom männlichen Vogel. Leider gibt es dabei keine Abkürzung: Es muss der Sprung gewagt und der ganze Balg gekauft werden. Denn die Packungen mit Hecheln, die man oft in Angelgeschäften sieht, enthalten einfach nicht genug von den kleinen löffelförmigen Federn, die man braucht. Um diesen Spider in den Größen 14, 16 und 18 zu binden, werden die Federn benötigt, die sich direkt am Hinterkopf und am Hals des Vogels befinden. Wenn wir zwischen den Schultern“ angekommen sind, befinden wir uns schon im Gebiet der Stillwasser-Nassfliege und binden damit keine Spiders mehr. Besorge Dir also einen kompletten männlichen Rebhuhnbalg – der kostet etwa 35 Euro und wird verdammt lange halten. Steve Cooper von Cookshill Fly Tying verkauft erstklassige Bälge für alle Interessierten an Wildvögelfedern aller Art.
Manche Binder mögen es, die Seide bei diesem Muster zu wachsen. Ich finde, dass die Absorption von Wasser die Seide nach meinem Geschmack verdunkelt und ihr diesen schönen sherry-orangen Farbton verleiht, der das Muster so wirkungsvoll macht. Es wäre daher naheliegend zu vermuten, dass das orangefarbene Rebhuhn das Spinnerstadium der BWO (Bluewinged Olive) und ähnliches imitieren soll; aber ich bin mir sicher, dass es eine viel breitere Anziehungskraft hat und auch für das Puppenstadium von bernsteinfarbenen/braunen Köcherfliegen, kleinen Landinsekten und ähnlichem verwendet werden könnte. In jedem Fall ist ihre Wirksamkeit als Sommerfliege nicht zu leugnen, und sie bleibt zu Recht die berühmteste unserer North Country Spiders.
Partridge & Orange
Haken: Mustad R50 14,16,18
Bindeseide: Pearsalls orange
Hechel: Rebhuhn Nackenfeder

Bindetipps:
Wie in den vorangegangenen Beiträgen, plus die obigen Hinweise zur Wahl der Hechel.
Jim Anderson, ein Besucher dieses Blogs aus den USA, hat mir letzte Woche eine sehr gute Frage gestellt: Welche ist die richtige Farbe der Pearsalls-Seide für die Partridge & Orange? Es gibt zwei gängige Farben für dieses Muster – #19 (hot orange) und #6a (orange). Ich neige dazu, die erstere zu verwenden, da ich ihre tiefe mahagonibraune Farbe mag, wenn sie gewachst oder nass ist.
Ich bin mir jedoch bewusst, dass dies einige Leute verärgern könnte, da beim ursprünglichen Binden eine hellere Seide verwendet wurde. Und schließlich geht es in dieser Reihe von Beiträgen um die Ursprünge und korrekten Versionen dieser traditionellen Fliegen. Daher ist es nur recht und billig, dass ich ein Foto des orangefarbenen Rebhuhns mit der Seide #6a hinzufüge.

To wax or not to wax
Vor ein paar Wochen erhielt ich von dem amerikanischen Angler Bill Bailey das großzügige Angebot, sein eigens hergestelltes Fliegenbindewachs zu testen. Bill stellt weiße Wachse und Schusterwachs nach Originalrezepten aus dem 19. Jahrhundert her. Als die Proben Anfang dieser Woche bei mir eintrafen, war ich heiß, sie auszuprobieren.
Ich muss gestehen, dass ich in der Vergangenheit kein großer Nutzer von Bindewachs war. Ich habe es nur gelegentlich verwendet, um die Farbe von Pearsalls-Seide abzudunkeln. Für diesen Zweck hat sich ein alter Stift von Veniard’s Bindewachs als ausreichend erwiesen (ich habe einmal einen kleinen Block Schusterwachs gekauft, aber der erwies sich als, nun ja, eigentlich als Mist).

Die anfänglich harten Kügelchen lassen sich leicht zwischen den Fingern aufweichen, und ein minimaler Auftrag auf die Seide hat einige erfreuliche Auswirkungen: Das Auftragen von Dubbing auf den nun leicht klebrigen Faden wird unglaublich einfach – insbesondere das Dubbing von sehr spärlichen Mengen an feinem Fell wie Maulwurf. Ich war auch überrascht, wie viel stabiler die fertige Fliege mit gewachstem Faden war – als ich mit Hilfe einer Rasierklinge einen missglückten Bindeversuch vom Haken nehmen wollte, fand ich es ein wenig mühsam, die Fadenwicklungen vom Schaft zu entfernen. Das Wachs scheint den Windungen einen gewissen Halt zu verleihen.
Schließlich war es interessant, die Wirkung der beiden Wachse auf die Farbe der Seide zu vergleichen. Erfreulicherweise schien das weiße Wachs nur eine vernachlässigbare Wirkung zu haben, da es lediglich den charakteristischen Glanz von Pearsalls entfernte, während das Schusterwachs – wie erwartet – die Seide deutlich dunkler machte. Bill sagte mir, dass das Blockwachs (das ich noch nicht ausprobiert habe) den Faden je nach Anwendung allmählich verdunkelt; das wird sich auch als nützlich erweisen.
Auf dem Foto unten habe ich versucht, drei Schläge auf demselben Hakenschaft herzustellen, um die verschiedenen Effekte zu veranschaulichen, die erzielt werden können. Der linke Schlag roter Pearsalls Bindeseide ist unbehandelt, die mittlere hat das weiße Wachs erhalten und die rechte das dunklere Schusterwachs.

Daher ein großes Dankeschön an Bill, der sich die Zeit genommen hat, mir einige seiner Produkte zum Testen zu schicken. Ich kann diese Wachse jedem empfehlen, der North Country Spiders bindet….. oder überhaupt jedem, der seinen Bindekreationen ein wenig mehr Haltbarkeit verleihen möchte. Bill’s Wachs kann ebenfalls bei Cookshill Fly Tying gekauft werden.
Die besten vom Rest
Mit einigen weiteren, weniger bekannten Spider Mustern möchte ich diesen Beitrag zu Ende bringen.
Winter Brown
Haken: Mustad R50 #14,16
Bindeseide: Pearsalls red, gut gewachst
Hechel: Waldschnepfe
Thorax: einige, wenige Windungen Pfauengras
Ich denke, dass die als Imitation von kleinen Steinfliegenarten gedacht ist. Als allgemeines Needle Fly/ Mückenmuster ist diese Fliege sehr nützlich.

Grannom Spider
Haken: Mustad R50 #14,16
Bindeseide: Pearsalls olive, die oberen 2/3 des Hakens werden mit kurzen Haaren aus der Hasenmaske leicht gedubbt
Hechel: Rebhuhn Nackenfeder
Dies ist meine eigene Interpretation des altbekannten „green tag“ Spiders und ist mit einer Waldschnepfen-Hechel ebenso effektiv. Ich halte nicht viel von der oft verwendeten hellgrünen Markierung, die auf vielen Grannom-Mustern zu sehen ist, um den Eiballen des Weibchens darzustellen. Ich habe hier aber einen flüchtigen Bezug dazu hergestellt, indem ich die unteren paar Windungen der olivgrünen Seide ohne Dubbing ließ. Dieses Muster lässt sich sehr gut mit einem Grannom-Puppenmuster in den frühen Stadien des Schlupfes kombinieren.

Black Magic
Haken: Mustad R50 #14,16 Das wäre ein Muster bei dem ein schwarzer Haken ohne nachteilige Effekte genutzt werden kann
Bindeseide: Pearsalls braun, gut gewachst
Thorax: Pfauengras
Hechel: Henne schwarz oder Star Nackenfeder
Ich glaube, es handelt sich um ein Muster aus Yorkshire, das wahrscheinlich von der „kleinen Schwarzen“ abstammt. Es ist eine tödliche Fliege für smutting / midging Forellen und Äschen, wenn in kleinen Größen gebunden.

Yellow Partridge
Haken: Mustad R50 #14,16
Bindeseide: Pearsalls gelb
Hechel: Rebhuhn Nacken grau
Im Grunde dasselbe wie das zuvor vorgestellte Partridge & Orange, nur dass die Farbe der Seide sie zur Imitation von Sommer-olivfarbigen-Eintagsfliegen (Pale Wateries, Spurwings, kleinen Dark Olives usw.) und kleinen gelben Steinfliegen prädestiniert. Sie ist eine unterschätzte Fliege, aber es lohnt sich, ein paar davon in der Box zu haben, wie ich finde.

Yellow Partridge Variante
Wie oben, aber mit einem Thorax aus rotem holografischem Tinsel, leicht mit einer Hasenmaske Dubbing überzogen.
Dies ist eine Version einer Kupferkopfnymphe, die ich verwende. Die hat sich in den letzten Jahren aus Gründen, die ich nicht wirklich erklären kann, als wirksam erwiesen. Sie funktioniert sehr gut in lebhaftem Wasser in Richtung der Pool Einläufe, wo das aufblitzende roten Tinsel als zusätzlicher Auslöser wirken muss…..

Das ist so ziemlich alles, was ich über Spiders aus dem Norden zu sagen habe. Ich könnte mich noch weiter in immer obskurere Muster und die Geschichte vertiefen, aber das werde ich nicht tun, da ich nicht beabsichtige dich zu langweilen. Was ich sagen kann, ist, dass alle Fliegen, die hier vorgestellt wurden, bei mir durchweg gut funktioniert haben. Ohne zu zögern würde ich jede davon empfehlen…… Und wenn Du wie ich ein quälend langsamer Fliegenbinder bist, ist es eine nette Abwechslung, ab und zu ein paar Dutzend Muster mit einem Minimum an Aufwand zu binden und zu wissen, dass sie auf jeden Fall fangen, wenn Sie sie ans Vorfach geknotet werden.
Ich frage mich oft, ob die tollen Kreationen von Brumfitt, Swarbrick, Pritt und anderen auch in hundert Jahren an unseren nördlichen Flussufern sichtbar sein werden. Das würde mich nicht überraschen.

Herzlichen Dank für diesen Beitrag an Matt Eastham – einen fanatischen Fliegenfischer, der seine Besessenheit fürs Fischen, Fliegenbinden und Fotografie lange Zeit im nun vom Netz genommenen Blog North Country Angler festhielt. Als geschätzter Schreiber und Fotograf liefert er regelmäßig Beiträge für Publikationen wie Trout & Salmon und Eat, Sleep, Fish.
F&Ä ERGÄNZUNGEN: Seit der Ersterscheinung dieses Beitrag sind viele Jahre vergangen. Die traditionsreiche Firma Pearsalls Silk hat 2012 den Betrieb eingestellt und letzte Vorräte sind eigentlich nur über den Handel auf Online-Marktplätzen zu erhalten. Mehr als passablen Ersatz gibt es aber aus Frankreich unter der Marke Au Ver á Soie.
Als begeisterter Spider Fischer habe ich in der Vergangenheit schon öfter über diese eleganten Fliegen berichtet. In privaten Begegnungen hat sich herausgestellt, dass der Balg und die Federn von Waldvögeln manche Fliegenbinder etwas ratlos zurücklassen. Welche Hechel wird eigentlich mit Deckfeder gemeint und wo befinden die sich. Die geeignetsten Federn sind an den Innenseiten der Flügel auszumachen. Bediene dich an der Stelle ‘o’ in der Illustration, wenn du die geschmeidigsten Hecheln finden möchtest.

Obwohl ich selbst jahrelang in London lebte, ist Nordengland mein spirituelles Zuhause – besonders auch was das Fliegenfischen im Fluss betrifft. Die Muster als auch die Anbietetechniken sind ohne viel Adaption auch hierzulande anzuwenden. OK – oft darf in Deutschland, Österreich und Schweiz nur mit einer Fliege/ Anbissstelle gefischt werden. Ein fundamentaler Unterschied zum langen Vorfach mit drei Fliegen, wie ich es in Cumbria am River Eden kennenlernen durfte. Egal. Ich empfehle jedem diesen tollen Fliegen und diese visuelle Form des Fliegenfischens einmal auszuprobieren.
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👍 😇 👍 🐝 🐝 very nice Tankred, last weekI fished the river Isar close to Lenggries/Bavaria eith similar wet fly patterns.
Thank you Peter,
I would have loved to be with you at the Isar. It’s a river I would love to fish one day.
I am so glad I rediscovered an early fly fishing love of mine. Spiders are beautiful – in my opinion – they are deadly and a joy to fish.
Tight lines, Tankred
Hi Tankred, Nice to see you revisiting the classic North Country Spiders once again, it seems so long ago since we last put some spiders in the drift together, fishing the spiders always takes me home to my beloved Yorkshire Rivers but I have been fortunate to fish the Kyll recently where the spiders have given me many good fish.
Best Chris.
Hi Chris, I am so pleased to hear from you. I guess it has been 10 years we last fished together. Too long. Let’s get in touch pls. let‘s arrange a meet up.
Best wishes, Tankred