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Forelle & Äsche | Fliegenfischen | Fliegenbinden

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Ein Jahr, viele Momente – Rückblick 2025

by Tankred Rinder 2 Comments

Ein weiteres Jahr ist vergangen – zu schnell, wie so oft, je älter ich werde. Ohne die Leser meiner Seite und meiner Bücher wäre es jedoch nicht dasselbe gewesen. Jeder Besuch meiner Seite, jedes gekaufte Buch, jede abgeschlossene Mitgliedschaft bedeutet mir unglaublich viel. Nach vierzehn Jahren forelleundaesche.com und acht Jahren des gleichnamigen Verlags ist es genau dieser Zuspruch, der mich antreibt: Weiter nach Themen zu suchen, Texte zu schreiben, Bücher zu verlegen, Denkanstöße zu geben und die Herausforderungen unserer Gewässer sichtbar zu machen.

Aus diesem Antrieb heraus ist im vergangenen Jahr vieles geschehen. Bevor der Blick nach vorn geht, lohnt es sich, kurz zurückzuschauen auf die Ereignisse, Gedanken und Themen, die dieses Jahr geprägt haben.

Ein Fang, der bleibt

Gefühlt hatte das erste Halbjahr wenig Höhepunkte zu bieten. So richtig lange zehren konnte ich aber vom Fang meiner besten Bachforelle quasi zu Beginn der Saison. Es war nicht nur die Größe des Fisches, die lange in Erinnerung bleiben wird. Nachdem ich den Fisch wieder schwimmen ließ, hatte ich das Gefühl, richtig gut gefischt zu haben. 

Der leise Schmatz den ich ca. zwanzig Meter hinter mir flussauf am anderen Ufer wahrnehmen konnte. Wie ich mich mit vorsichtigen Schritten anschlich, ruhig und ohne Hektik nach einer geeigneten Position suchte, um den vermeintlichen Platz mit einem Spey Cast anzuwerfen. Den hatte ich mir dank der letztjährigen Buchveröffentlichung beigebracht, indem ich während des ganzen vorangegangenen Jahres keine andere Wurftechnik anwandte. 

Wie ich ohne Bissanzeiger das kurzzeitige Stocken meiner Schnur erkannte. Wie der Fisch, den ich in den ersten Sekunden für eine gute, nach einer halben Minute für einen bessere Forelle hielt, sich dank des sanften Anheben der Rute beinahe widerstandslos an meine Uferseite lenken ließ. 

Erst als wir uns zu Gesicht bekamen, wurde uns beiden so richtig bewusst, womit wir es zu tun hatten. Den Fluchtversuch unter die Erlenwurzeln konnte ich parieren. Der Ausreissversuch flussab vorbei an einem Landvorsprung ließ sich rechtzeitig stoppen, um mich nicht in eine für Watangler gefährliche Position begeben zu müssen. 

Bereitwillig ließ sie sich für wenige Sekunden aus dem Kescher heben, bevor sie mit ruhigen, kräftigen Schlägen in Richtung ihres angestammten Platzes fortschwamm. Wir alle haben schon kapitale Fische gelandet, die den schalen Geschmack zurückließen, diesen Fang nicht verdient zu haben – ich zumindest. Nach diesem Fang, klopfte ich mir aber auf die Schulter.

Ein dunkler Schatten 

Dass sich dieser Fisch an einer Stelle aufhielt, wo ich ihn nicht vermutet hätte, mag einem anderen Erlebnis dieses Tages geschuldet sein. Der seitens der Behörden lange geplante Neubau einer Brücke, begann ohne Vorankündigung just am Tag meines Rekordfangs. Zu hören war er nicht, von dort wo ich mich aufhielt. Zu sehen aber schon von weitem. 

Beim Blick flussauf ging die an Malachit erinnernde Färbung meines Heimflusses über in weiß-graue Bänder die schon bald cappuccino-farben flächendeckend von Ufer zu Ufer reichten. Ganze zwei Stunden saß ich es aus, bis der Fluss wieder befischbar war. Was in den kommende Wochen und Monaten folgen sollte, war in dem Moment noch nicht abzusehen. 

Baumrodungen, Poolaufschüttungen, Baggertrassen im Fluss, Kieseeinträge die nie entfernt wurden, Sedimentanhäufungen, Verschlammung. Insektenschlüpfe die verschwanden, Fische die sich in einem auf die Hälfte reduzierten Lebensraum drängten. Der Anblick dieses Bereichs unseres Reviers wird zu meinen Lebzeiten nie mehr derselbe sein. Die Natur wird sich hoffentlich erneuern. Unser Juwel wurde aber geschändet. Das Ereignis schmerzt noch immer. Mein Glückstag hinterließ einen bitteren Beigeschmack.

Gemeinschaft, die trägt

Mein persönliches Befinden und mein privater Bereich wird in der ersten Jahreshälfte jenem Tag gleichen. Fortschritte und Glückserlebnisse wurden durch begleitende Umstände gedämpft und gebremst. Große Kraft schöpfte ich jedoch aus dem Start meines Mitgliedschaftprogramms, dem sich einige Dutzend Leser von Forelle & Äsche anschlossen, um den Fortbestand der Seite zu sichern. Herzlichen Dank – es bedeutet mir und der Zukunft von Forelle & Äsche sehr viel! 

Es macht mich immens glücklich, zu wissen, meine Beiträge und mein Einsatz dafür sind gewollt und werden durch unsere Gemeinschaft gefördert. Noch befindet sich das Programm in seinen Anfängen, doch die ersten Ansätze zur Reifung sind erkennbar. Wenn du dich auch einbringen möchtest, ob als Unterstützer oder als Beitragender dank deiner Expertise als Fliegenfischer, Fliegenbinder, Wurflehrer, Umweltschützer, Fotograf oder Verfasser von Texten – lass von dir hören.

Auch in anderen Bereichen zeigten sich zarte Blüten, die im kommenden Jahr reifen werden. Meine Begegnungen mit dem Berliner Verein Fario e.V., mit dem talentierten Fliegenbinder Andy Paschek, mein Kontakt mit dem Rutenbauer Philip Sicher und dem Historiker Rolf Frischknecht, der Austausch mit Sepp Prantler, der bestehende Kontakt zu Alfred Baudisch, Juergen Friesenhahn und Christopher Rownes, dem Wurflehrer Christoph Zimmermann, Chats mit meinem Angelmentor aus Jugendtagen Leo Neubauer, die Treffen und Telefonate mit Albert Pesendorfer, Roman Moser und Walter Reisinger waren Quellen der Inspiration, Zeichen der Wertschätzung und bereicherten mein Jahr 2025 sehr.

Zwischen Zweifel und Hoffnung

Eine Quelle der Verunsicherung in diesem Jahr war Forelle & Äsche Verlag. Wer den Buchmarkt ein wenig verfolgt, wird nicht umhinkommen, von den Herausforderungen zu erfahren, mit denen Verleger und Buchhändler zu kämpfen haben. Steigende Papier- und Druckkosten, beschämend hohe Abgaben an Handelsplattformen, Übersetzungskosten, verändertes Freizeit- und Leseverhalten von Buchkäufern. Ich müsste lügen, wenn ich behaupten würde, noch nie ans Aufhören gedacht zu haben.

Doch immer dann, wenn dieser Gedanke beinahe beschlussfähig war, ereilte mich ein Schimmer der Hoffnung und die Zuversicht darin, weiterzumachen. Bereits im Frühjahr wurden Bob Wyatt und ich uns einig, nachdem wir uns über Wochen und Monate gemeinsam bemühten, herauszufinden, in wessen Besitz jetzt eigentlich die Rechte sind, an seinem 2004 veröffentlichtem Buch Trout Hunting: The Pursuit of Happiness. Schließlich gelang es uns, mit der Mithilfe meines Verlagsmentors Winfried Stephan (ehemals Diogenes Verlag), die Rechte zurück in die Obhut von Bob zu führen. 

Bob Wyatt mag vielleicht weniger bekannt sein. Sein Buch war eines der ersten, das ich über das Fliegenfischen gelesen hatte. Und darüber bin ich froh – es hat mich zu dem Fliegenfischer gemacht, der ich bin. Es im kommenden Jahr zu übersetzen, darauf freue ich mich sehr. Ich hoffe, dich davon überzeugen zu können: Es ist ein fantastisches Buch über das ich vor beinahe zehn Jahren auf Forelle & Äsche berichtete. 

Auch an einer weiteren geplanten Buchveröffentlichung in 2026 hatte Winfried Stephan, den ich dank Christopher Rownes kennenlernen, die Finger im Spiel.

Seit Jahren schon versuchte ich, an die Übersetzungsrechte für John Gierach Trout Bum zu gelangen. Dem wohl bekanntesten, modernen, erzählerischen Werk über das Fliegenfischen. Vor wenigen Wochen unterzeichnete ich den Vertrag, nachdem ich sehr fähige Übersetzerinnen für dieses Projekt gewinnen konnte. Beide Bücher werde ich wie zuletzt über eine Crowdfunding-Kampagne realisieren. Ich wünsche mir sehr, dich in der zweiten Jahreshälfte 2026 dafür begeistern zu können. Vormerkungen und unentgeltliche Vorbestellungen nehme ich gerne schon jetzt an.

Der Newsletter geriet nun doch etwas länger als gedacht. Ein Jahr voller Erlebnisse, Begegnungen und gemeinsamer Momente lässt sich dann doch nicht in wenigen Worten abbilden. Danke für die Zeit mit Forelle & Äsche – gemeinsam blicken wir gespannt auf das kommende Jahr.

All das wäre ohne das lose zusammen gestellte Team rund um Forelle & Äsche nicht denkbar. Besonderer Dank gebührt Veit Dresmann, Simon Imiela und Michael Wenzel.

Einen guten Rutsch, das erdenklich Beste und Tight Lines in 2026 wünscht Dir,

Tankred Rinder

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Filed Under: Allgemein

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Comments

  1. Peter Gebhardt says

    at

    Lieber Tankred, auch Dir ein frohes neues Jahr, Glück und Gesundheit. Vielen Dank für den Rückblick. Ich freu mich sehr auf Deine Neuveröffentlichungen. Bislang wurde ich nie enttäuscht. Ganz im Ggegenteil. Dein Werk ist ein kleines Juwel. Daher werde ich Dich gerne weiter unterstützen. Weiter so.

    Reply
    • Tankred Rinder says

      at

      Lieber Peter, vielen lieben Dank für den Zuspruch. Es freut mich sehr, deinen Geschmack zu treffen und wahrgenommen zu werden, wie du es beschreibst. Herrlich, versüßt sofort meinen Jahresbeginn. Grüße, T

      Reply

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